Immunsystem von Kindern schrittweise aufbauen

In der modernen, medikamentoriertierten Medizin sind wir immer damit befasst, das Ergebnis komplexer Zusammenhänge (z.B. Krankheit) auf einen einzigen Faktor zu reduzieren, diesen zu beeinflussen und dadurch zu therapieren:

So versuchen die Firmen eine (1!) bestimmte Wirksubstanz gegen eine Krankheit zu suchen/zu entwickeln, diese in Tablettenform zu patentieren, zu produzieren und damit die Krankheit zu behandeln.

Aber: bei der Vorbeugung chronischer Erkrankungen (also das Gesund-Halten der Kinder 😉) halte ich diesen Ansatz für viel zu kurz gegriffen.

Ein gesundes und starkes Immunsystem ist das Ergebnis vieler Faktoren. Somit musst Du auch viele Faktoren im Auge haben, wenn Du die Abwehrkräfte Deines Kindes stärken willst.

 

 

Dieser Weg ist sicher etwas mühsamer und langwieriger als das Schlucken von Vitaminpillen, verspricht dafür aber bleibenden Erfolg – langfristig hat man auf diesem Weg auch sehr viel weniger Arbeit und Mühe mit Krankheiten.

In diesem Artikel habe ich die wichtigsten Schritte zur Immunsystemstärkung zusammengefasst.

Du wirst sehen, dass sich mehr oder weniger alles um unseren Darm dreht. Die einzelnen Schritte entsprechen keiner zeitlichen Abfolge und sollten idealerweise parallel aufgegleist werden.

Natürlich gibt es noch viel mehr Faktoren. Wenn Du diese 4 abgedeckt hast, dann hast Du den Grossteil des Weges schon geschafft! 👏 Alles Weitere ist nur noch Feinschliff.

1. Darmmikrobiom

Vaginale Geburt oder zumindest vaginal seeding

Um den Darm Deines Kindes und seine Bewohner (das Mikrobiom) gesund zu erhalten, kannst Du sehr früh anfangen. Allein schon durch die vaginale Geburt bekommt Dein Kind unzählige schützende Bakterien mit auf den Weg!

Bei einer Kaiserschnittgeburt sollte Folgendes beachtet werden: das Baby ist nicht durch den Geburtskanal durchgegangen, ihm fehlen also die natürlichen Bakterien der Mutter.

Heutzutage wird bei Strep-B-negativen und Herpes-freien Mamis das sogenannte vaginal seeding oft praktiziert: mit einem Tupfer werden Bakterien aus dem Geburtskanal direkt auf die Haut des Babys übertragen. Diese guten Bakterien können sie sich auf der Babyhaut ganz normal vermehren und ein ähnliches Mikrobiom aufbauen, wie das von natürlich geborenen Babys.

 

 

Stillen

Gleich nach der Geburt geht es weiter durch das Stillen. Nicht nur nimmt Dein Kind Bakterien auf diesem Weg auf, es erhält auch quasi vorgefertigte Antikörper von Dir, die es in den ersten Monaten seines Lebens schützen.

Wenn die ganze Familie eine Krankheit durchmacht, bildet ja die Mami Antikörper auf das entsprechende Virus. Einige dieser Antikörper kommen durch die Muttermilch auch dem Baby zugute!

Probiotika

Bei den Probiotika unterscheide ich die natürlichen, die Dein Kind mit der Nahrung aufnimmt und die künstlichen, die als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind.

(Auf die probiotische Ernährung werde ich noch später im Artikel eingehen.)

An der probiotischen Nahrungsergänzung scheiden sich die Geister. Die Einen sind der Meinung, dass alle Kinder aufgrund der heutigen Umweltbelastung in regelmässigen Abständen ein probiotische Kur erhalten sollten.

Andere, und zu denen gehöre auch ich, sehen bei gesunden Kindern die probiotische Ernährung als grundlegend an. Eine probiotische Kur sollten NUR Kinder erhalten, die, aus welchem Grund auch immer, ein schwächeres Immunssystem haben.

So eine Darm-Aufbaukur machen wir mit Probiotika sehr hoher Qualität. Das Ganze geht ca. 3-4 Monate. In der Praxis empfehle für solche Fälle sehr gerne die Symbioflor-Serie: jeweils 4-6 Wochen Pro Symbioflor, Symbioflor 1 und Symbioflor 2 (oder z.B. als Gesamt-Kur erhältlich)

Babys mit gesundem Darm haben kurzfristig weniger Blähungen und Verstopfung, langfristig weniger Allergien, Übergewicht und Hautausschläge.

 

 

2. Ernährung

Die Trends unserer Gesellschaft wirken leider der Entwicklung von gesunden Ernährungsgewohnheiten entgegen.

Uns wird suggeriert, dass wir einen riesigen Supermarkt voller Fertigprodukte und Früchte aus aller Welt brauchen.

Das Gegenteil ist der Fall.

Regionalität

In unserer Region wachsen Früchte und Gemüse, die zu unserem Klima passen und auch die daraus entstehenden Beschwerden therapieren können.

Bananen haben z.B. einen kühlenden, befeuchtenden Charakter und machen in einem trockenen, heissen Klima durchaus Sinn. Bananen können aber in unseren Breitengraden Erkrankungen mit Verschleimung verstärken und aufrechterhalten.

Der uns allen gut bekannte Apfel hingegen hat einen wärmenden Charakter und kann auch bei Erkältungen weiter konsumiert werden.

Saisonalität

Gurke wirkt befeuchtend, Tomate kühlend und beide wachsen in unseren Breiten im Sommer.

Was Deinem Kind im Sommer guttut, kann ihm im Winter schaden.

Zudem kommt das Gemüse von weit her und Du kannst schlechter kontrollieren, ob es mit Pestiziden behandelt wurde oder nicht.

 

 

Diversität

Wir sind Allesfresser 😋 und darauf sind auch die Bakterien im Darm Deines Kindes eingestellt. Je breiter die Nahrungspalette Deines Kindes ist, desto besser. Das gilt insbesondere, da viele verarbeitete Lebensmittel vor allem auf Zucker/Stärke und Fett/Öl basieren.

Zur breiten Nahrungspalette gehören auch die Prä- und Probiotika.

Beispiele für präbiotische Nahrungsmittel sind Hafer, Roggen, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und natürlich Muttermilch.

Probiotische Lebensmittel sind (am besten selbst hergestellte) Produkte wie Sauerkraut, Joghurt, Kefir, saure Gurken, Apfelessig usw.

Naturbelassenheit

Je kürzer der Weg vom Erzeuger zur Küche, desto besser kannst Du kontrollieren, ob die Lebensmittel naturbelassen sind und desto frischer sind sie auch.

Das beginnt in Deinem Garten, wenn Du zu den Glücklichen gehörst, die einen haben.

Natürlich kannst Du nicht die Luft- oder die Wasserqualität beeinflussen und auch ich selbst wundere mich manchmal, wie manche Plastikteilchen in meinen Kompost gekommen sind. Das sind Faktoren, auf die Du keinen Einfluss hast.

Aber zumindest sind Deine Gartenprodukte nicht chemisch behandelt, saisonal und regional.

Die nächstbeste Lösung ist der Bauer um die Ecke. 🚜

Dort bekommst Du einen Einblick, wie die verkauften Produkte produziert werden und kennst den Bauer vielleicht sogar persönlich.

Auch hier spielt natürlich Vertrauen eine grosse Rolle und 100%-ige Sicherheit gibt es nirgends.

Wer auch diesen Luxus nicht hat, kann auf dem Wochenmarkt oder halt auch im Supermarkt auf Bioprodukte aus der Region zurückgreifen.

 

 

All das bedeutet am Anfang etwas mehr Arbeit und Einschränkung. Mehr Arbeit, weil Du selbst kochen musst, anstatt auch Fertigprodukte zurückzugreifen. Einschränkung, weil Du auf einen Teil der Supermarktprodukte verzichten solltest.

Am Ende bringt das aber eine Einfachheit und Entschleunigung ins Leben, die für sich schon Gold wert ist.

So simpel wie möglich gilt auch für die Getränke. Am besten ist immer Wasser. An zweiter Stelle kommen Tees und danach frische Säfte in kleineren Mengen.

3. Umwelt

Unser Mikrobiom existiert nicht nur im Darm und auf den Schleimhäuten Deines Kindes, sondern auch in seiner unmittelbaren Umgebung, also zu Hause.

Aufenthalt im Freien

Mikroorganismen kann Dein Kind nicht nur über die Nahrung aufnehmen, sondern auch über das Spielen an der frischen Luft. Du willst gar nicht wissen, was Dein Kind dabei alles anfasst und die Bakterien danach zum Mund befördert! 😬

Tatsächlich wird sein Mikrobiom dadurch erneuert und bereichert. Nur in extrem seltenen Fällen werden dabei schädliche Bakterien aufgenommen, die wiederum vor allem für eine geschwächte Immunabwehr gefährlich werden können.

Körperpflege

Bis hierher ging es um die Vermeidung von Giftstoffen in unserem Körper. Solche Toxine können aber auch über die Haut aufgenommen werden.

Achte also bitte darauf, wenige (!!!) und auf natürlicher Basis hergestellte Produkte zu verwenden, die das körpereigene Mikrobiom Deines Kindes unterstützen.

Medikamentöse Cremes sollten nicht bei jeder Kleinigkeit, kurzfristig und nur nach ärztlicher Verschreibung verwendet werden.

Haustiere

Der Kontakt zu Tieren, entweder den eigenen, oder z.B. der Nachbarn, Bauernhof usw. bereichert ebenfalls unser Mikrobiom. Das heisst konkret, dass Kinder die regelmässig Kontakt haben zu Hunden, Katzen und anderen Tieren viel mehr “gute” Bakterien auf ihrer Haut haben. Im Idealfall sollten Kinder mit mehr als 2 verschiedenen Tierspezies Konakt haben, auch wenn es nicht jeden Tag ist.

Wenn Ihr keine Haustiere halten könnt oder wollt, können Eure Kinder vielleicht mit dem Hund der Nachbarn spazieren gehen oder mit der Katze ihrer Freunde kuscheln. 🐕‍🦺🐈

Haustiere tun soviel für unsere Kinder!

Im nächten Absatz werde ich noch auf die Psyche eingehen und wie wichtig sie für unser Immunsystem ist.

 

 

Haustiere können massgeblich zur Psychohygiene Deines Kindes beitragen.

Sie sind die Ersten, die Dein Kind an der Tür begrüssen, immer da, es zu trösten oder mit ihm zu spielen oder einfach Gesellschaft zu leisten. Auch introvertierte Kinder reden mit ihren Haustieren und finden so ein Ventil für schwierige/unangenehme Emotionen.

Hygiene

Sauberkeit im Haushalt ist fraglos wichtig. Manchmal wird aber das Heim mit einer Intensivstation verwechselt, die so steril wie möglich sein sollte.

Um auch hier die nützlichen Bakterien unserer Umgebung zu schützen, solltest Du biologisch abbaubare und weniger aggressive Reinigungsmittel (z.B. kein Chlor) nutzen. Gleiches gilt auch für Waschmittel.

Toxine

Gifte finden sich überall in unserer Umwelt, sodass wir diesen nicht mehr aus dem Weg gehen können. Wir können diese aber reduzieren, indem wir darauf achten, welche Kleidung oder Haushaltsuntensilien wir kaufen.

Beim Kauf von Matratzen oder auch Möbeln braucht es schon ein wenig mehr Geduld und Studium, um die ökologischsten und am wenigsten belasteten Produkte zu finden.

Wer die Zeit und die Ressourcen hat, kann auch beim Hausbau auf natürliche Materialien achten, auch wenn ich weiss, dass die Wenigsten diese Möglichkeit haben. Wir selbst als Familie konnten z.B. bisher keinen Einfluss haben auf die Baumaterialien unserer Mietwohnungen haben.

Klima

Manche chronische Beschwerden wie z.B. Asthma können sich unter bestimmten klimatischen Bedingungen verbessern. Es lohnt sich für Dich, darauf zu achten, ob Dein Kind am Meer oder in den Bergen weniger Beschwerden hat.

Ich habe schon von Eltern gehört, die aus diesem Grund für ihre Kinder umgezogen sind, wenn es die Arbeit erlaubt hat. Zumindest aber kannst Du mit Deiner Familie häufiger am gleichen Ort Urlaub machen, wenn es der Gesundheit Deines Kindes zuträglich ist.

Auch eine Heilpause am Meer von wenigen Wochen kann z.B. für ein Kind mit Neurodermitis Wunder wirken, wenn sich seine Haut in dieser Zeit erholen kann.

4. Entspannung/Stressabbau

Stress oder innere Spannung schädigen unsere Gesundheit im Allgemeinen und besonders das Immunsystem.

Deshalb ist es wichtig, Kinder so früh wie möglich schon mit entspannenden bzw. stressabbauenden Techniken in Kontakt zu bringen.

Dabei muss die Aktivität auch dem Kind entsprechen und es braucht manchmal einige Zeit und Geduld, bis Du fündig wirst.

Achtsamkeit

Der Alltag unserer Kinder ist heutzutage sehr schnelllebig und überladen. Das führt nicht selten zu einer Entfremdung von uns selbst und unserer Umwelt. Dem kannst Du durch einfach Achtsamkeitsübungen entgegenwirken.

Macht zusammen einen Waldspaziergang und frage dabei Dein Kind, wie die Luft riecht, was es hört oder gerade denkt.

Frage es, was es in einem bestimmten Moment fühlt oder verbringt Zeit auf einer Parkbank und beobachtet einfach die Wolken und die Umgebung.

Andere schöne Ideen sind Kinderyoga-Übungen (entweder in einer Gruppe oder mit YouTube-Videos) oder besondere Gute-Nacht-Geschichten, die herrliche sanfte Hypnosetechniken enthalten, wunderbar als Kindergeschichte verpackt wie dieses hier:

 

 

Sport! ⚽️🏀🥎

Eine wunderbare Art des Stressabbaus ist Sport.

Besonders als Ausgleich zur Schule finde ich Sport wichtig und, auch wenn das etwas stereotyp klingt, praktisch lebensnotwendig vor allem für Jungen! Auch sehr aktive Mädchen brauchen dringend regelmässig Sport.

Manchmal weiss Dein Kind schon selbst genau, welche Sportart es ausprobieren möchte, manchmal musst Du ein wenig nachhelfen.

Zusätzlich zum Stressabbau und der körperlichen Fitness gibt Sport Deinem Kind auch die Gelegenheit, soziale Kontakte mit Kindern zu knüpfen, die ähnliche Interessen haben. Der Sport wird sie dann im besten Fall bis ins hohe Alter begleiten und fithalten.

 

 

Dr. med. Susanna Kemper

Dr. med. Susanna Kemper

FMH Kinder- und Jugendmedizin, spez. Naturheilkunde f. Kinder und Babys

Aktuelle Artikel

41 Comments

  1. Susanna Kemper

    Annett 4 months ago · 0 Likes

    Hallo!
    Meine Tochter (2) hat spätestens alle 2 Wochen einen neuen Infekt. Im letzten Jahr hatte sie 4 Mittelohrentzündungen mit jeweiliger Antibiotikagabe und anschließender OP (Polypen und Paukenröhrchen). Die Ohren sind seitdem besser, die Infektanfligkeit jedoch unverändert. Daher denke ich über die Symbioflorgabe nach – kann man denn die Dosierung anpassen, da eine Gabe mittags in der Kita nicht möglich ist?
    Danke für Ihr Feedback ☺️

    Susanna Kemper 4 months ago · 0 Likes

    Liebe Annett,
    ich würde die Dosierung nicht anpassen, da "mehr" häufig weniger gut vertragen wird und dann hat man mit Blähungen, Durchfall usw usf zu kämpfen – vielmehr wäre es sinnvoll, dem Kind immer mehr Probiotika mit der Nahrung zukommen zu lassen – das sollte ja auch gut in der KiTa möglich sein, und langfristig so oder so eine wichtige Massnahme.
    Beste Grüsse, Dr. Susanna 🌷

    Daniela Obmann 8 months ago · 0 Likes

    Hallo!

    Welches Probiotikum sollen wir unserer Tochter geben, die immer wieder mit Pseudokrupp-Husten kämpft. Seit den letzten Nurofen-Gaben ist offenbar der Darm beleidigt und hat mit Durchfall reagiert.
    probapure, symbiolact oder symbioflor-kur? und wie genau angewendet? Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

    Susanna Kemper 8 months ago · 0 Likes

    Liebe Daniela,
    ich würde wahrscheinlich keine ganze Probiotika-Kur machen, die Symbioflorserie dauert insgesamt 3-4 Monate. Für eine (hoffentlich) kürzere Durchfallepisode würde ich eher auf etwas wie Probapure/Probaflor/Symbiolact gehen. Auch sehr hilfreich gegen Durchfall ist Agrimonia eupatoria Urtinktur, wenn Medikamente nichts bringen, und natürlich eine Ernährung reich an Risotto, Karotten usw.!
    Viel Erfolg, Dr. Susanna 🌷

    Fiona Vieille A year ago · 1 Like

    Wunderbarer Artikel! Er fasst die verschiedenen ausschlaggebenden Themen perfekt zusammen, vielen Dank dafür!

    Reply
  2. Andrea

    Liebe Frau Kemper,
    herzlichen Dank für Ihre Tipps!
    Meine Kinder (3&6) waren im letzten Jahr dauerkrank und haben leider viel Antibiotika bekommen. Seit ich Ihre Beiträge lese, vertraue ich wieder mehr meinem Bauchgefühl. Das Thema Darmgesundheit finde ich sehr spannend und ich frage mich, ob ich diese Symbioflor-Kur präventiv für die ganze Familie machen kann. Dann wäre zumindest unser Mikrobiom wieder fit bevor die Erkältungssaison wieder losgeht. Oder verstehe ich hier etwas falsch?
    Wie lange dauert es, bis sich die Darmflora wieder erholt?
    Ist da die Gabe von z.B. Symbioflor sinnvoll oder reicht es aus, vermehrt Probiotika zu essen?
    Herzliche Grüße

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Andrea,

      vielen Dank für die Nachricht und das Vertrauen! Ja, viele Antibiotika in so kurzer Zeit sind ein ernsthaftes Problem. Primär ist es wichtig, bei jeder antibiotischen Therapie ein gutes Probiotikum sowohl während der Therapie als auch danach zu geben – ansonsten wird das Mikrobiom des Kindes immer weiter zerstört und seine lokale Abwehr ist irgendwann inexistent.

      Auch präventiv kann man da mit Probiotika arbeiten, ja. Wenn Ihr Euch als Eltern auch als "infektanfällig" einstuft, gerne einfach mitmachen, so nehmen alle etwas aus der gleichen Flasche. Es ist aber allgemein SEHR wichtig, nicht zu verzagen, für eine gute Ernährung zu sorgen und mit möglichst wenig Medikamenten unsere ganze Familie über die Runden zu bringen! So wird jede Wintersaison besser als die vorherige.  Probiotika sollten nach so einer "doofen" Saison als Kur eingenommen werden, und parallel dazu kann man üben, möglichst täglich probiotische Nahrungsmittel zu essen. Das dauert alles eine Weile, bis es zur Gewohnheit wird. 🙂

      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  3. Monica

    Liebe Frau Kemper,

    Vielen herzlichen dank für alle Informationen. Ich habe eine Frage: welche ist die Dosis für Symbioflor für Kinder (8 Jahre und 4 Jahre alt). Danke

    Viele Grüße,

    Monica

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Monica,

      je nachdem, wo Du wohnst, kann es sein dass das Symbioflor sogar nicht mehr Pro, 1 und 2 heisst, sondern neuerdings Symbioflor Broncho protect und Symbioflor Reizdarm (hat mir eine Mami aus Deutschland vor ca. 1 Woche mitgeteilt) – diese ersetzen wohl das Symbioflor 1 und 2, dort scheinen sie das Pro nicht mehr anzubieten, was schade ist, es war eine sehr gut verträgliche Vorbereitung. Ich habe die Inhalte jedenfalls angeschaut, sie sind nicht verändert, wahrscheinlich ist das nur aus Marketing-Zwecken passiert.

      Die Dosierung für Kinder und vor allem die Einnahmezeiten stehen in der Packungsbeilage. Der Darm eines 4jährigen Kindes ist nicht so sehr anders von der Länge/Innenoberfläche her, als der eines 8jährigen. Wenn das Kind allzuviel Blähungen bekommen sollte (passiert manchmal), empfehle ich die Dosis erstmal zu halbieren oder sogar nur auf 1/3 reduzieren und langsam über 2 Wochen wieder aufzudosieren.

      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  4. Uwe Brandweiner

    Liebe Frau Kemper,

    Sie haben in Ihrer Aufzählung den wichtisten Beitrag zur Stärung des Immunsystems vergessen: Schutzimpfungen!

    Liebe Grüsse

    Reply
  5. Miriam

    Hallo,
    Leider erkrankte mein Sohn (3 Jahre), innerhalb von 7 Tagen zweimal! an Scharlach. Beim ersten Mal kriegte er Penicillin. Beim zweiten Mal leider ein allgemeines Antibiotikum, da das erneute Scharlach nicht gleich erkannt wurde, und sich sein Zustand massiv verschlechterte. Nun meine Frage: wie genau baue ich seine Darmbakterien wieder auf? Und, wenn die Frage ok ist, sollte er erst wieder in den Kindergarten gehen, wenn die Aufbaukur abgeschlossen ist? Meine Sorge ist natürlich, dass er nach dieser Antibiotikabombadierung neuen Krankheiten nichts entgegenzusetzen hat und der Teufelskreis von vorn beginnt.
    Ganz liebe Grüße,
    Miriam

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Miriam,
      das ist wirklich schade. Mir ist zwar nicht ganz klar, wie das gehen konnte, die minimale Dauer einer Antibiotika-Therapie ist ja 7 Tage (früher haben wir ganze 10 Tage mit Penicillin behandelt – ein eher "schwaches" Antibiotikum heutzutage, die Dauer war aber notwendig um die Streptokokken loszuwerden). Normalerweise geben wir Probiotika (Omnibiotic, Perenterol, Biokult u.ä.) schon während der antibiotischen Therapie, und danach mindestens noch 1-2 Wochen lang. Wenn die Kinder fit (essen, spielen, schlafen) sind, dürfen sie wieder in den Kindergarten, die Probiotika-Behandlung kann nämlich Wochen dauern. Übrigens: die Darmflora ist nach so einer Geschichte recht kaputt, aber er war nicht unter Kortison, dementsprechend funktioniert sein restliches Immunsystem nach wie vor weiter 🙂. Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷 PS nach so einer Geschichte ist es 1-2 Wochen später sinnvoll, nochmals einen Halsabstrich bei gesundem Kind zu machen, um feststellen zu können, ob er nun Träger ist

      Reply
  6. Eva Hoppe

    Hallo Frau Dr. Kemper,
    sie empfehlen Bananen nur im späten Frühjahr und im Sommer den Kindern zu essen anzubieten. Könnten Sie das bitte erläutern? Und gilt dies nur für frische Bananen? Wir nehmen sie gerne auch zum backen als Zuckerersatz in Waffeln und Pfannkuchen.
    LG Eva

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Eva,

      Bananen wachsen in warmen Klimazonen und wenn sie dort gegessen werden, stellt das auch kein Problem dar. In unseren Breitengraden ist das aber ganz anders und das gilt insbesondere für Kinder, die zu wiederholten Infekten mit Schleim-/Feuchtigkeitsbildung neigen (Mittelohrentzündung, Bronchitis, viel Nasenschleim).

      Die Banane ist eine Frucht mit kühlendem und befeuchtendem Charakter und ist wohltuend für den Körper, wenn ein sehr heisses und trockenes Klima herrscht. Bei Regen und 12 Grad…. ist sie weniger gut für uns führt als solche in unserem Organismus zur vermehrten Bildung von Schleim. Dieser Effekt ist nicht so stark wie bei Kuhmilch, aber trotzdem ist das Ergebnis von Bananenabstinenz bei vielen Kindern mit Infektneigung eindrucksvoll. Auch wenn die Bananen gekocht sind, ist der Effekt weniger stark, aber häufig beobachten es die Eltern trotzdem, vor allem wenn sie darauf sensibilisiert sind.

      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  7. Ulrike Müller

    Hallo Frau Kemper, unsere Tochter ist fast 2. Das 1. Kitajahr hat uns mit andauernden Infekten belastet. Ich selber bin seit 2 Monaten beim Heilpraktiker da ich jeden Schnupfen gleich richtig als Infekt abbekommen habe . Dies Wochenende endete der Infekt unserer Tochter für Sie mit schwerer Bronchitis, Infekt ging Freitags früh los in der gleichen Nacht noch in der Notaufnahme und 2 Tage Krankenhaus. Sabutanol Spray alle 10 Minuten, 1x Kortisonsaft und letztendlich Sauerstoff mussten es in der Notaufnahme sein um eine OK Sauerstoffsättigung wieder zu bekommen. 2 Monate hatte sie davor eigentlich gar nichts. Wie können wir am besten diese Schleife jetzt noch abwenden es geht ja erst los? Die Kleine liebt Jogurt, Milch, Käse und Banane, neigt aber auch zu leichter Neurodermitis und roten Ausschlag nach dem Essen von Tomatensoße (normale Tomaten gehen z.B roh, Paprika nicht) Darmsanierung? Nehme selber Symbioflor2 , L-Tryptophan, Rephalysin, Symbiolact, geht das auch für die kleine in reduzierten Mengen?
    Danke & Liebe Grüße Rike

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Rike,

      das hier mag vielleicht schlimm klingen für Sie, ist es aber nicht: es kann m.E. gut sein, dass die Ernährung einen signifikanten Beitrag geleistet hat am schlimmen Infekt/Schleimjahr, das Sie hinter sich haben. Häufig schauen mich die Eltern mit Horror an, wenn ich eine Kuhmilchkarenz empfehle für mindestens 2-3 Monate, ich erinnere sie aber dann an den viel grösseren Horror ihrer Spitalaufenthalte und auch daran, dass Sie uns Ärzte u.U. viiiiel viel weniger brauchen würden mit nur dieser Ernährungsumstellung.

      (Wenn der Gesundheitszustand nicht besser wird, dann passe ich.)

      Sie müssen auch nicht von einem Tag auf den anderen alles wegnehmen, aber die Milch würde ich in 30ml-Schritten alle 3-4 Tage ersetzen mit Schafmilch, Ziegenmilch oder sonst irgendeiner Pflanzenmilch. Bananen würde ich keine mehr kaufen bis Spätfrühling UND "Kind gesund". Symbioflor und Symbiolact gehen auf jeden Fall für Ihr Kind (sind auch eine gute Idee), die anderen Präparate habe ich noch nie an Kinder verabreicht.

      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  8. Vanessa S.

    Liebe Frau Dr. Kemper

    Unser Sohn ist jetzt dann 5 Jahre und aktuell hat er Antibiotika, weil er an einer Angina leidet. Er hatte einen schweren Start in das Leben und auch einen Notfallkaiserschnitt. Seit seinem 3. Lebensmonat hatten wir alle möglichen Infekte. Vor allem aber Mittelohrentzündungen und Hautausschläge. Sehr oft mit Antibiotika und Cortisoncreme behandelt. Seit einem Jahr hatte er keine Mittelohrentzündungen, aber dafür Angina. Ich mache bereits einige Dinge, die von Ihnen aufgelistet wurden, bin aber ehrlich gesagt etwas hilflos. Ich würde meinem Sohn sehr gerne etwas mehr Unterstützung geben, aber am Ende müssen wir im fast immer Antibiotika geben. Ich bin gar kein Gegner der Schulmedizin, würde aber sehr gerne mehr über meine Alternativmöglichkeiten wissen.
    Darf man denn auch mal zu Ihnen in eine Sprechstunde kommen?

    Herzliche Grüße
    Vanessa S.

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Vanessa,
      ich verstehe sehr gut, was Sie durchmachen. Uns ging es nicht anders, und zwar jahrelang. Die vielen Medikamente haben da leider sicherlich nicht geholfen, um das Kind aufzubauen. Ich denke, Sie müssen wirklich alles Schritt-für-Schritt umsetzen mit Zeit und Geduld (in Ihrem Fall sicherlich viele verschiedene Probiotika über mindestens 6 Monate), einen ganzheitlichen Kinderarzt oder renommierten Heilpraktiker in Ihrer Nähe aufsuchen. Meine Sprechstunde in Zürich ist voll für 2024, wir nehmen keine neuen Patienten auf. Wenn Sie unbedingt mit mir zusammenarbeiten wollen, ist Ihre beste Möglichkeit der "Mami heilt" Kurs! Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  9. Jessica Böhringer

    Lieber Frau Dr. Kemper,

    meine Tochter ist bald 6 Jahre alt und hat ständig neue Infekte. Letztes Jahr Pseudo-Krupp und danach fast 5 Monate husten 🤧 es heißt vom Kinderarzt immer nur es sei normal. Sie musste wegen einer eitrigen Mandelentzündung letztes Jahr auch 2x Antibiotika nehmen und zum Jahresabschluss eine Lungenentzündung auch mit Antibiotika. Was kann ich ihrer Meinung nach tun? Ich überlege eine Darmkur zu machen. Wie kann ich an ihren Kursen teilnehmen?
    Viele Grüße aus Deutschland Jessica

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Jessica,
      ja, ich verstehe Ihre Sorgen, das ist wirklich extrem mühsam. Mit 6 Jahren ist Ihre Tochter eher "alt", um so viel und so lange krank zu sein, da gebe ich Ihnen 100% recht. Meine Antwort auf Ihre Frage ist: Sie müssen bessere und effektivere (!) Wege finden, um Ihre Tochter bei der Immunabwehr zu unterstützen von Pflanzenmedizin über Ernährung, Wickel, Schröpfmassage (besonders interessant bei Atemwegsproblemen), ev. auch Homöopathie – letztere dauert aber für absolute Anfänger am Längsten, bis Sie Ergebnisse sehen. Zum "Mami heilt" Kurs können Sie sich im Moment nur über den Gratis-Workshop anmelden: https://www.drkemper.ch/workshop-sign-up (am Ende des ca. 60minütigen Workshops bekommen Sie ein Spezialangebot zur Anmeldung), ansonsten machen wir ca. 2mal im Jahr eine aktive Anmeldungsrunde. Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  10. Isabella Gartlehner

    Sehr geehrte Fr. Dr. Kemper. Wie viel Infektionen pro Wintersaison sind lt. Ihrer Meinung/Erfahrung im Normbereich? Bei Husten Bananen und Milch vorbeugend weg lassen? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort 😉

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Isabella,

      Besten Dank für Ihre Nachricht, Sie haben vielleicht die Antwort aus dem Workshop nicht bekommen? Hier nochmals die Antwort:
      ​
      Das ist eine sehr gute Frage, lässt sich aber so nicht "einfach" beantworten. Per se machen Kleinkinder unzählige Infektionen im Jahr durch, wie viele davon aber zu einem eigentlichen “krank werden” führen, ist hier tatsächlich bedeutsam.

      Beispielsweise wird ein Kleinkind, was im Winter geboren ist und sehr bald in die Kita kommt nahezu ununterbrochen kränklich sein im ersten Jahr, ein anderes Kind im Spätfrühling geboren und nur zu Hause wird unter Umständen keinen einzigen Infekt in den ersten 12 Monaten durchmachen. Jedoch können beide dieser Kinder kerngesund sein.
      ​
      Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Fälle, wo jede Erkältung zu einer Bronchitis führt, jeder Infekt zu einer mehrtägigen schweren Erkrankung führt mit Absenz von der Kita, dass sogenannte “geht 3 Tage in die Kita und ist dann 10 Tage zu Hause”. Diese Kinder sind definitiv übermässig infektanfällig und müssen mit mehr als nur Fieberzäpfchen und Nasenspülungen betreut werden.
      ​
      Beste Grüsse, Dr. Susanna🌷

      Reply
  11. B

    Sehr geehrte Frau Dr. Kemper.

    Ich habe zwei Kinder. 4 (in 2 Wochen) und 2.
    Beide leiden an obstruktive Bronchitis. Mein Sohn war bestimmt schon 12 mal stationär im Spital. Jedes Mal 2-3 Tage Aufenthalt inkl. Kortison und Sauerstoff. Meine Tochter hatte auch seit dem 1. LJ Bronchitis. Allerdings hat Ventolin immer geholfen, bis auf die letzten zwei Male. Auch Spital, Kortison und Sauerstoff. Ich habe bereits ein Darmaufbau (mit Lactibiane von September bis Dezember) mit beiden gemacht. Zusätzlich habe ich Ihnen viele natürliche Medikamente gegeben (Ceres Produkte und Bachblütennotfalltropfen). Allerdings bekommt mein Sohn seit September Axodite jeweils am Morgen. Er war auch zwei mal krank, allerdings normaler Verlauf. Meine Kleine hat jetzt Montelukast bekommen. Ich möchte das beide die Medikamente nicht mehr nehmen. Was kann ich tun? Ich gebe Ihnen täglich ein Spagyrik Spray das das Immunsystem stärken soll. Zudem ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer mit Thymian und Ravintsaraduft. Zum Thema Ernährung: Beide lieben Gemüse/Obst vorallem Tomaten, Karotten, Fenchel, Avocado und Gurken. Joghurt gibt es auch täglich.
    Schröpfen lassen sich die kleinen nicht, ich war schon bei einer Therapeutin..

    Reply
  12. B

    Ich habe vergessen zu erwähnen:

    Meinen Kindern gebe ich ausser Ventolin keine Medikamente. Kein Dafalgan und Kein Algifor ( bis auf die letzten beiden Male aus Verzweiflung) Nur im Spital. Sonst gibt es Essigsocken oder Thymiansalbe mit Schafswolle auf der Brust.
    Zudem hat mein Grosser Heuschnupfen und auch da sagten die Ärzte würde nur Kortison helfen.. Aber ein Spagirik Spray hatte alle Symptome behandelt. Ich gerate jedesmal in Panik wenn meine Kinder krank werden da es immer in Beonchitis endet.

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Basma,
      vielen Dank für die Nachrichten. Ich sehe, Sie machen schon sehr viel und verstehe Ihr Dilemma sehr, sehr gut – môchte aber trotzdem, dass Sie schrittweise die Panik abbauen. Grundsätzlich sind das Montelukast und das Axotide viel stärkere Medikamente als Dafalgan/Algifor (mit letzteren bin ich eher grosszügig unabhängig von der Temperatur, wenn ein Kind sichtbar leidet).

      Sowohl das Montelukast als auch das Axotide sind, bei guter Verträglichkeit (schauen Sie insbesondere den Beipackzettel des Montelukast gut durch und beobachten Sie, ob das Kind sich vom Wesen her negativ verändert) beides viel bessere Alternativen im Vergleich zu Spitalaufenthalten, und ich würde sie nur sehr langsam zurückfahren um nicht wieder im Spital zu landen. Insofern haben Sie im Moment erstman gewonnen und ich freue mich, dass Sie einen stabileren Zustand haben, es ist ja schon fast Ende Januar.

      Ich darf Sie nicht persönlich beraten, wir haben leider kein Arzt-Patientenverhältnis. Was ich Ihnen sagen kann ist 1. die Ernährung spielt eine grosse Rolle, insbesondere Kuhmilchprodukte und Bananen und 2. Laserakupunktur und Schröpfen sind in meiner Erfahrung die besten Therapien bei chronischen Atemwegsproblemen. Im Kurs haben wir Hunderte von Eltern, die erfolgreich ihre Kinder mit modernen Schröpfsets schröpfen – die wenigsten würden das von einer Therapeutin machen lassen, aber zu Hause geht es meistens wunderbar. Schauen Sie doch, ob Sie nicht einen Akupunkteur finden können, der mit einem Laser arbeitet. 🙂

      Viel Erfolg und alles Gute! Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
      • Basma

        Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.
        Empfehlen Sie ein Schröpset? Ich hab normale Silikonschröpfgläser zum drücken und das mochten die Kinder gar nicht.
        Kann ich damit schon anfangen oder nur wenn die Kinder erkältet sind? Wenn ja, Wie oft soll ich das machen? 1x wöchentlich für 10 min?
        Und empfehlen Sie irgendwelche Spagyriksprays oder Globulis?

        Liebe Grüsse ☺️

        Reply
        • Susanna Kemper

          Liebe Basma,
          ich empfehle die "made in Korea" Sets von Hansol, Pulox, Leonidov (alle ca. baugleich). Die chinesischen Sets sind sehr niedriger Qualität, im Bild ist das nicht sofort ersichtlich aber in natura ist der Unterschied massiv. Die Silikon"gläser" sind nicht fein regulierbar, sie sind eher etwas für die Behandlung von Cellulite…
          Wir behandeln die Kinder auch ohne dass sie krank sind, einfach in grösseren Zeitabständen, ca. 1mal pro Woche. Es klappt sehr gut, wir haben im Kurs Hunderte von Eltern die Ihre Kinder (teilweise ab Babyalter) sehr erfolgreich schröpfen. Mit Spagyriksprays habe ich wenig Erfahrung, ich arbeite hauptsächlich mit "normaler" Phytotherapie, also in Form von Tee oder Tropfen.
          Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

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          • Basma

            Vielen vielen Dank. Dann werde ich das bestellen. Darf ich fragen welche Tropfen oder Tee sie empfehlen? Dann werde ich das ganze mal ausprobieren und hoffen das es klappt. Sind die Tropfen eine Kur oder nur bei Krankheit?

            Liebe Grüsse

          • Susanna Kemper

            Liebe Basma,

            je nach Problem empfiehlt Frau Dr. Kemper verschiedene Kräuter – teilweise während der Krankheit (z.B. Andorn oder Hyssop bei Husten), teilweise als Kur, z.B. Gentiana lutea bei Appetitlosigkeit.

            Viele Grüsse, Sarah | Online-Assistentin

  13. Figen Abul

    Sehr geehrte Frau Dr. Kremper,

    Ich habe oder mache fast alle Schritte von Ihnen aber leider hat mein Sohn mit 5 Jahren starke Pollenalkergie mit Kreuzallergie für Apfel, Nüssee und Kernobst entwickelt und diese Jahr kam noch raus das er Staub und Milbenallergie hat!!
    Die Ärzten hat uns ein Notfall set und
    Citrizin empfohlen bei Bedarf!!
    Nur kann ich täglich Citrizin geben und ganzes Jahr !!
    Das Problem liegt auch da dran, dass man leider seine Allergie und eine Erkältung manchmal nicht voneinander entscheiden kann und ich meinen Sohn nicht täglich mit Citiz Saft voll pumpen möchte. Gibt es da irgendeine Alternative was ich machen könnte oder was sie mir empfehlen können? Langsam bin ich schon ratlos und weiß gar nicht mehr, was ich so richtig tun soll und was nicht.
    Lg

    Reply
  14. I

    Sehr geehrte Frau Dr. Kemper,

    vielen Dank für die umfangreichen und kostenfreien Informationen. Der Mami heilt Kurs reizt mich sehr. Ich habe aber ein bisschen Bedenken ob ich alles so anwenden könnte, da der Kleine z B viel verweigert wie gesundes Essen, Tee trinken etc. und der Preis ist natürlich auch etwas hoch für Teilzeit Arbeitende.

    Meine beiden Söhne (4/2) sind nicht so oft krank aber wenn dann richtig mit langer Genesungsdauer. Besonders Magen Darm nervt furchtbar…und natürlich Husten

    Ich würde die Abwehr gern mit der Symbioflor Kur stärken. Meine Frage wann man nach einer Magen Darm Grippe mit Symbioflor starten kann und wo man die Tropfen ggf unter mischen darf.

    Insgesamt ist unsere Ernährung verbesserungsbedürftig (viel Milch, ab und an Banane im Winter) hier tue ich mich aber auch etwas schwer weil wie oben schon erwähnt Alternativen oft verweigert werden.

    Danke und liebe Grüße

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Irmi,
      danke für die lieben Worte, ich bin mit viel Herzblut dabei und sehr glücklich, wenn die Eltern meine Arbeit umsetzen können. Zum Kurs/Behandlungen: absolut niemand macht alle Behandlungen, da hätte man ja gar keine Zeit für irgendwas anderes, haha! Glücklicherweise findet sich immer etwas, was die Kinder mitmachen, meine Tochter z.B. hat immer geschrien wie am Spiess bei Nasentropfen oder Nasenspülungen 😱, als wäre die Welt zu Ende. Sie liebte aber Einreibungen, Massagen, Schröpfbehandlungen…
      Anyway, ja, zum Symbioflor: ich würde so bald wie möglich anfangen, meistens wenn die Phase des Erbrechens vorbei ist und etwas feste Nahrung gut vertragen wird. Mischen würde ich die Tropfen mit Tee, Honig, Himbeersirup, sowas. Nicht mit Milch. Und apropos Milch, das grösste Problem ist sowieso die Kuhmilch – Ziegenmilch, oder, noch besser, Schafmilch, gehen eigentlich, sowie alle Pflanzenmilchen. Sie müssen ja nicht komplett wechseln von einem Tag auf den anderen, sondern langsam immer mehr ersetzen (anfangs nur 30ml, dann 50, dann 80… bis fertig). Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

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  15. Anna

    Liebe Frau Dr. Kemper,

    ich habe nach Ihrem Blogeintrag einmal die Symbioflor 1 Tropfen für meinen 6,5-jährigen Sohn bestellt, da dieser extrem häufig unter Atemwegserkrankungen leidet. Ich hoffe, diese Tropfen helfen uns & die Rückfälligkeit geht etwas zurück. Im Beipackzettel steht allerdings die Dosierung für Erwachsene (3x 30 Tropfen tägl.). Dosiere ich bei meinem Sohn genau so oder soll ich es lieber halbieren (3x 15 Tropfen)?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Ganz lieben Dank.

    Beste Grüße
    Anna

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Anna,
      Kindern geben wir 3mal täglich 20 Tropfen, Säuglinge bekommen 3mal täglich 10 Tropfen. Beachten Sie auch UNBEDINGT den Rest des Artikels, mit "nur" Symbioflor ist es nicht getan, ja? 😉
      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  16. Kathrin

    Liebe Frau Dr. Kemper!

    Mein Sohn ist 11 Monate alt. Er hatte bereits mit 6 Wochen seine erste Erkältung mit Schnupfen und Bronchitis. Die Kinderärztin hat uns einen Asthmaspray (für Erwachsene) verschrieben. Da für mich das gar nicht ging, bin ich dann dann zum Homöopathen gewechselt. Und hier auch seit dem in Behandlung. Mein Sohn hat allerdings ständig mit Erkältungen und Husten zu kämpfen, kurz ist es besser, dann beginnt alles wiedervon vorne. Vor 4 Wochen kam dann eine Halsentzündung und schließlich eine Ohrenentzündung, daraufhin hat mir dann auch mein homöopathischer Arzt schlussendlich ein Antibiotika verschrieben. Nach 4 Tagen Besserung dann erneut wieder eine Erkältung mit Schnupfen und Husten. Mein Arzt hat mir nun geraten, eine zweite Meinung bei einem Kinderarzt einzuholen. Bei uns ist es leider sehr schwer, einen ganzheitlichen Kinderarzt zu finden. Mir graut daher vor dem morgigen Kinderarzttermin bereits…
    Bananen und Kuhmilch stehen bei uns sehr häufig auf dem Speiseplan, werde ich nun weglassen. Macht bei ihm die Aufbaukur der Symbioflor-Serie Sinn und können Sie mir sonst noch etwas empfehlen??
    Ich wäre sehr dankbar über ein Feedback von Ihnen!

    LG Kathrin

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Kathrin,
      der Asthmaspray ist tatsächlich immer der gleiche, das ist nicht ungewöhnlich. Kleine Kinder und Babys bekommen einfach weniger Hübe verschrieben vom Salbutamol.
      Wenn Sie schon einmal die Ernährung umstellen, ist seeehr viel gewonnen, das werden Sie in den nächsten Monaten sehen – ich habe da keinen Zweifel, zumindest was die Infektanfälligkeit angeht. Was die Bronchitis angeht, ist etwas komplexer. Ich darf Ihnen aus rechtlichen Gründen keine persönliche Empfehlungen abgeben, aber nach einer Behandlung Antibiotika (eigentlich schon während der Behandlung und anschliessend auch) machen Probiotika immer Sinn. Bei einem 11monatigem Baby (und bisher nur einmal Antibiotika) würden wir ca. 1-2 Wochen lang ein gutes Probiotikum geben, bsp. Symbiolact. Eine ganze Symbioflor-Kur finde ich eher übertrieben, das geht gut 3-4 Monate lang. Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  17. Anna

    Liebe Frau Dr. Kemper,

    danke für ihre vielen wunderbaren Beiträge. Unsere Tochter ist jetzt 3 und geht in einen waldkindergarten, wir sind täglich bei Wind und Wetter draußen, haben Haustiere, sind alle paar Monate auf einem Bauernhof und wir essen sehr ausgewogen und gesund. Trotzdem hat unsere Tochter alle paar Monate Fieber, manchmal mit Symptomen, manchmal ohne. Allerdings ist sie nie richtig schlimm krank dass ich zum Kinderarzt muss, habe alles immer selbst in den Griff bekommen. Dort war ich bisher nur zu den U-Untersuchungen. Medikamente bekommt sie sehr, sehr selten, nur wenn sie wirklich starke Schmerzen hat. Meine Frage: ist das immer noch im Rahmen oder sollten wir uns Gedanken machen? Liebe Grüße Anna

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Anna,
      herzlichen Dank für die liebe Worte! Ihre Situation ist ganz anders als die der meisten Eltern, die sich an mich wenden – im Grunde genommen machen Sie alles, aber-auch-wirklich-ALLES richtig, und Ihre Tochter hat glücklicherweise nichts gross negatives angeborenes mitgebracht, daher dieses wundervolle Ergebnis. Wenn Sie auf meiner Email-Liste sind, bekommen Sie vielleicht Emails, die die Probleme ansprechen, welche andere Familien täglich bewältigen müssen. Sie persönlich machen es, meiner Meinung nach, in der jetzigen Situation absolut perfekt und ich gratuliere Ihnen 👏👏👏👏👏👏! Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  18. Tamara

    Liebe Frau Dr. Kemper,

    danke für den tollen Beitrag und viele andere auch.
    Unsere Tochter bekam die zwei wichtigen Dinge – vaginale Geburt+stillen (Colostrum bekam sie) leider nicht mit auf ihrem Weg, aus gesundheitlichen Gründen meinerseits.
    Trotzdem ist sie nie krank, immer draußen, treibt Sport und ist jetzt bald 12 Jahre und ungeimpft. Ich achte auf eine gesunde Ernährung von Anfang an (außer leider das Stillen mit dem ich seeehr zu kämpfen hatte/habe). Zu Beginn der Kältezeit bekommt sie als Kur Propolistropfen. Hat noch nie ein AB genommen und sonst auch keine Medizin.

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Tamara,
      was für ein wunder-wunderbares Ergebnis!! Ich denke, Sie sollten sich selbst bewundern und sich freuen, dass all Ihre Mühe ein so mega-gesundes Mädchen produziert hat. Durch die Zeilen Ihrer Nachricht kommt (für mich zumindest) ein Gefühl des "oh-ich-hätte-gerne-gekonnt", ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen habe ich den Eindruck, dass Sie vom schwereren Start leider unnötig traumatisiert sind. Denken Sie dran, was wird Ihre Tochter darüber sagen, in etwa 10 Jahren ab heute? Die Mutterschaft ist eine lebenslange Beziehung, ob oder wie lange Sie nun gestillt haben oder wie Sie genau geboren haben ist da, auf eine Lebenszeit gesehen, ein Tropfen im Ozean. Meine Mutter hat mich nie gestillt (damals nicht in der Mode), die Geburt war sehr traumatisch (Frauenarzt war brutal und hatte keine Zeit), und ich liebe sie unendlich und erkenne an, was sie alles für mich getan und gefühlt hat.
      Lassen Sie sich das Wunderbare nicht vom Perfekten verderben! Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

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  19. Andrea

    Sehr geehrte Dr. Kemper,
    Ich weis gar nicht was ich noch machen soll, ich versuche bei meiner Tochter 4,5 Jahren bereits vieles was ich in Erfahrung bringe aus. Ernährung, Bewegung, Tiere, Massagen, Umschläge etc.
    Vor ca. 2 Jahren wurde sie an Mandeln (verkleinert), Polypen und Trommelfellschnitt operiert. 1 Jahr lang war alles gut. Letztes Jahr bereits 2x mit kortisonspray therapiert, da Polypen wieder gewachsen. Paukenergüsse wieder da. Jetzt müssten wir wieder mit Kortisonspray arbeiten. Eine Gaumenmandel ist zusätzlich wieder extrem groß. Wieder nächtliche Atemaussetzer.
    Könnten die Darmbakterien helfen dass die Schwellungen wieder in eine normale Form kommen?
    Viele Grüße Andrea

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Andrea,
      wir hatten damals mit unserem grossen Sohn leider Ähnliches erlebt – da merkt man relativ schnell, dass es kein mechanistisches Problem ist, es kommt ja alles wieder zurück, wenn der Lymphabfluss nicht korrekt läuft hat das Kind immer wieder die Anhäufung von Schleim, angeschwollenes Lymphgewebe (Polypen, Mandeln, Halslymphknoten…) usw.

      Ich denke, Sie müssen wie wir damals vorgehen: anfangend mit der Ernährung, Stärkung der Mitte (nach TCM) mit Kräutern, Akupunktur/Schröpfen, ev. Homöopathie, und nach und nach sehen Sie die Entstauung dieses Systems 🙂, so ist das Kind dann bleibend stark und mit zuverlässiger Gesundheit. Wenn Sie im Kurs sind, unbedingt die Schröpflektionen anfangen, langsam aber sicher. Wir (2 Ärzte) haben dazumal unseren Sohn 4mal operieren lassen, bis wir "aufgewacht" sind. Da sind Sie schon schneller dran, bravo!
      Liebe Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply
  20. Dijana

    Hallo Frau Dr. Kemper,

    Vielen Dank für die vielen Informationen. Meine Zwillinge (16 Monate) haben vor 2 Monaten einen Magen-Darm-Infekt gehabt und haben jetzt wieder einen, der Gott sei Dank nicht so schlimm ist wie der erste. Welche Art von Ernährung würden Sie während des Infekts empfehlen? Sie erhalten generell eine nährstoffreiche Ernährung. Und welches Symbioflor könnte ich zum Einsatz bringen? Wäre das 1 oder 2? Leider sind beide per Kaiserschnitt zur Welt gekommen und haben wenig Muttermilch erhalten. Daher hatte ich beiden auf Empfehlung bereits das Curabiom Baby als Darmaufbau gegeben und frage mich nun, ob das überhaupt geholfen hat.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Viele Grüße
    Dijana

    Reply
    • Susanna Kemper

      Liebe Dijana,
      alle Achtung, Zwillinge!!! (seeeehr viel Arbeit….)
      Wir fangen meist mit Pro-Symbioflor an, aber es ist nicht überall erhältlich. Wenn das nicht geht, dann Symbioflor 1 und erst danach Symbioflor 2 – das ist eine eher lange Geschichte. Die "Kurzversion" wäre eine Kur mit Symbiolact über 2-4 Wochen.
      Viele Grüsse, Dr. Susanna 🌷

      Reply

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